August 2021

- Der erste Monat auf der Birk -

 

also...wie ihr euch vielleicht denken könnt, sind wir die drei neuen FÖJ´lerinnen hier auf der Birk.

Wir sind Delphine, Finja und Helena (ich schreibe gerade) und wir wollen euch, so wie unsere Vorgänger, auch in diesem Jahr ein bisschen mitnehmen und von unseren Birk- Abenteuern erzählen:)

Ich denke wir werden uns mit den Blogeinträgen abwechseln... und da ich gerade an der Reihe bin, kann ich die Gelegenheit ja gleich erst einmal nutzen um mich ein bisschen vorzustellen.

Wie bereits erwähnt heiße ich Helena, ich bin die jüngste von uns Dreien, denn ich bin hier oben erst 18 geworden, worüber ich ziemlich froh bin, denn jetzt darf ich unsere Dienstfahrzeuge und sogar Trecker fahren:)

Ich komme aus Süddeutschland, genauer gesagt von der Schweizer Grenze. Vor diesem FÖJ war ich noch nie länger als eine Woche von zu Hause weg. Falls jemand von euch Interesse an einem FÖJ hat, aber Bedenken hegt sehr stark Heimweh zu bekommen, kann ich euch beruhigen: Natürlich denkt man ab und zu an seine Familie, würde sie gerne in den Arm nehmen oder von Angesicht zu Angesicht mit ihnen reden (zumindest geht es mir so), aber für mehr hat man schlichtweg keine Zeit.

Wir fangen morgens um 8 Uhr an zu arbeiten und hören frühstens um 16 Uhr wieder auf - meistens machen wir noch Überstunden, was wirklich überhaupt nicht schlimm ist, weil die Arbeit echt super viel Spaß macht und man sich die Überstunden auch zu den Urlaubstagen dazu rechnen kann. Danach kommt man nach Hause, hat vermutlich noch Einkäufe oder andere organisatorische Dinge zu erledigen. Manchmal möchte man auch so nochmal nach den Wildpferden sehen. Dann muss gekocht werden (diesen Teil zelebrieren wir besonders ausgiebig, weil wir Essen einfach über alles lieben!) und dann essen wir zusammen, verquatschen uns dabei, müssen später wieder alles aufräumen und putzen und wenn man dann noch Zeit zum lesen und Filme schauen hat, hat man echt Glück gehabt. Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass man abends so müde ist, dass man nur noch erschöpft und zufrieden ins Bett fällt und sofort weg ist.

 

Alleine im August haben wir schon 90 Tonnen (ja wirklich!) Wasserbausteine geschleppt, natürlich mit der Hilfe von Stefan (Steffi), Uwe (Üwi) und Thomas (Tommi), und haben damit ein Brückenfundament auf Holnis (Naturschutzgebiet, dass wir unter anderem betreuen) erneuert und die Abbruchkante eines Deichs auf der Birk stabilisiert.

Dabei durften wir auch Trecker fahren, was ziiieeemlich cool war. Eine Arbeit die ich auch echt gerne mache, ist Freischneiden. Das machen wir tatsächlich auch ziemlich oft und auch wenn es nach einigen Tagen echt an den Kräften zehrt, freuen vor allem Finja und ich uns jedes Mal darauf. Delphine freut sich mehr auf den Mulcher, aber ich wette, dass sie davon noch selbst erzählen wird. Unsere Arbeit auf Holnis sieht man auch in einem NDR Beitrag, aber der ist uns tatsächlich ein bisschen peinlich, weil nur Szenen drin sind, in denen wir unnötig daneben stehen und nicken…

Zu unserer Stelle kommen aber anscheinend häufiger Filmteams, weil sie halt einfach so schön ist!

 

Es gibt sogar einen Beitrag nur über das FÖJ, der meiner Meinung nach ziemlich empfehlenswert ist, er heißt „ Ab in die Natur- Abenteuer Ökojahr/ nordstory “.

 

Ende August hatten wir dann unser erstes von 5 Einführungsseminaren. Eigentlich war es ganz cool, wir haben viele Spiele gespielt, diskutiert und uns unter anderem auch über unsere Einsatzstellen unterhalten, wobei mir aufgefallen ist, dass wir meiner Meinung nach und ohne angeben zu wollen, wirklich die beste Stelle von allen abbekommen haben:)

Bei uns ist nicht nur die Arbeit unglaublich spannend und abwechslungsreich… Tommi, Steffi und Üwi sind uns auch jetzt schon echt ans Herz gewachsen und zusammen mit meinen Mädels hier, sind sie wie eine kleine Ersatzfamilie für mich!

 

Mit Steffi sind wir unter anderem bereits das ein oder andere Mal auf Flohmärkte gegangen und haben coole Sachen abgestaubt (einen nagelneuen Wok mit Zubehör für 1,50 €!!!). Außerdem zeigt er uns alle Insider hier in der Nähe und führt uns in die Dorfgemeinschaft ein (was zugegebenermaßen zu Beginn etwas viel war alles). Und mit Üwi waren wir schon Motorboot fahren… im Sonnenuntergang und wir haben dabei ganz viele Schweinswale gesehen, das war wirklich zauberhaft!

 

Ich bin echt gespannt wie es im Winter ist, wenn die ganzen Touristen weg sind und wir vermutlich nicht mehr soo viel zu tun haben, obwohl da auch noch einige Projekte auf uns warten.

Wenn ihr genauso neugierig seid, wie ich und wissen wollt, wie es mit uns weitergeht...

 

bleibt dran, ich würde mich freuen!

Helena